Publikationen

Bücher und herausgegebene Bände:

Höllische Ingenieure. Kriminalitätsgeschichte der Attentate und Verschwörungen zwischen Spätmittelalter und Moderne, hrsg. mit Tilman Haug (Konflikte & Kultur, 32), Konstanz 2021

„Politische Attentate gehören zu den brennenden Themen unserer Gegenwart, aber sie haben auch ihre Geschichte. Sie werden in diesem Band dennoch nicht als überzeitliches Phänomen behandelt, sondern als politische Kriminalität in einer ›langen‹ Frühen Neuzeit.
Die Beiträge zeigen auf, dass Attentate in Europa zwischen dem 15. und dem frühen 19. Jahrhundert in sehr unterschiedlicher Weise in Erscheinung traten. Ebenso vielschichtig fielen die rechtlichen und bildlich-medialen Reaktionen aus. Oft musste es allerdings gar nicht bis zu einem Akt der Gewalt kommen. Vorbereitungshandlungen erschienen aus obrigkeitlicher Sicht stets alarmierend und vielfach als Indiz für Verschwörungen, deren Konstruktionen hier ebenso und erstmals mit kriminalitätshistorischen Perspektiven untersucht werden. Die Perspektiven richten sich darüber hinaus auf die unterschiedlichen ›Landschaften des Attentats‹ im frühneuzeitlichen Europa, auf den Zusammenhang von Attentaten, Verschwörungen und Sicherheit sowie auf die materiellen und technischen Dimensionen dieser ›höllischen Taten‹. Der Band rekonstruiert somit ie frühneuzeitliche Vorgeschichte sehr gegenwärtiger Phänomene politischer Gewaltkriminalität und deren Wahrnehmung.“ (Klappentext)

Verräter. Geschichte eines Deutungsmusters, Köln/Weimar/Wien 2018

“Alles in allem ein sehr spannendes Buch, das in gut lesbarer Form neue Einsichten vermittelt und eine große Bereicherung der Forschung darstellt.” (Karl Vocelka, in: Francia-Recensio 2019/2, Frühe Neuzeit – Revolution – Empire (1500–1815), DOI: https://doi.org/10.11588/frrec.2019.2.63000 )

Die Macht des Verfahrens. Englische Hochverratsprozesse, 1554-1848 (Verfahren, Verhandeln, Entscheiden, 3), Münster 2017

Rezensionen:

Benedikt Stuchtey, in: Historische Zeitschrift 308 (2019), 146f.:

“André Krischer [legt] mit seiner exzellenten Studie ein Musterbeispiel der Analyse der Innen- und Außenräume des Gerichts vor […].

Ronald G. Asch, in: Zeitschrift für Historische Forschung 45 (2018), 357-359:

“Krischer hat eine sowohl material- wie auch außerordentlich gedankenreiche Studie vorgelegt. Mit großer Beharrlichkeit folgt er seiner eingangs formulierten Fragestellung.”

Thomas-M. Seibert, in: Der Staat 57 (2018), 491-495:

“Sein Gang durch einzelne Verfahren wie jene von Nicholas Throckmorton, John Lilburne oder Henry „Orator“ Hunt gibt ein Vorbild für das ab, was er selbst „mikrohistorische Analyse“ nennt. […] Krischer thematisiert den historischen Prozess funktionaler Differenzierung, und dafür muss man ihm dankbar sein, auch wenn die Machtfrage offen bleibt. Denn seine Geschichtserzählung ist keine Fortschrittserzählung und möchte so auch nicht verstanden werden (S. 606). Krischer konzentriert die für ihn wesentlichen Aspekte in einer eindringlichen Ergebnissstudie (S. 603–615) und versteht das Ganze als „Kulturgeschichte der Rechtspraxis“ (S. 604), deren Zerbrechlichkeit er am Ende als Historiker betont. Es bleibe „abzuwarten“ (S. 615), ob die ausdifferenzierte Macht der Verfahren gegenüber einem vermeintlich exekutierbaren „Volkswillen“ aufrechterhalten bleibe. In der Wartezeit sollte Krischers Darstellung gewürdigt werden – auch von Juristen.”

Mark Cornwall, in: The English Historical Review 135 (2020), 492–495 (online):

“This is a methodical and insightful study of how, through periodic treason trials, English court procedures were not static but slowly evolved and thereby helped to shape our modern system of justice. Equally important, Krischer has written a new type of history of English treason, revealing that the ‘power of procedure’ could both enhance and circumscribe the regime’s ability to convict and remove political opponents. His is an approach rich in its detail of the traitors’ stories. It is also, in its scrutiny of court procedures, a model which can very profitably be transposed to the history of treason in other countries.”

Lena Oetzel, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 128 (2020), 204-206 (online)_

“Krischer legt eine beeindruckend detaillierte, durchdachte und dichte Studie zu englischen Hochverratsprozessen vor und zeigt damit eindrücklich, wie sich eine Kulturgeschichte des Rechts und der Rechtspraxis schreiben lässt.”

Georg Steinberg, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 137 (2020), 609-611:

“Mit diesem großartigen Buch ist der Autor 2015/16 vom Fachbereich Geschichte/ Philosophie der Universität Münster habilitiert worden. … Diese kleine Rezension erfüllt ihren Zweck, wenn sie zeigt, mit welcher Souveränität (im Handwerklichen selbstverständlich untadelig) Krischer neue große Linien aus dem Material gewinnt und in jeder Hinsicht seinen Anspruch einlöst, einen „Beitrag zur Kulturgeschichte des Rechts und der Rechtspraxis“ zu leisten, der bisher nicht berücksichtigte „Fragen, Methoden und Perspektiven stellt und einbezieht“ (4f.). Der Beitrag führt zu Fragestellungen, die für die weitere Erforschung auch der Geschichte des deutschen Strafprozesses zu formulieren sind, und er warnt vor der perspektivischen Verengung auf das Dogmengeschichtliche, indem er aufzeigt, wie reichhaltig die Erträge bei weiter gespannter Sicht sind” (online).

Stadtgeschichte (Basistexte –  Frühe Neuzeit, 4), Stuttgart 2017

Rezensionen in: geschichte für heute 2 (2019); Das Historisch-Politische Buch

Herstellung und Darstellung von Entscheidungen. Verfahren, Verwalten und Verhandeln in der Vormoderne (Zeitschrift für Historische Forschung, Beihefte 44), Berlin 2010 (mit Barbara Stollberg-Rilinger)

Das Hofreisejournal des Kurfürsten Clemens August von Köln 1719-1745, hrsg. v. Barbara Stollberg-Rilinger, bearb. v. André Krischer (= Ortstermine. Historische Funde und Befunde aus der deutschen Provinz; 12), Siegburg: Rheinlandia Verlag 2000

Aufsätze

  1. Im Dienst der Gemeinde. Zur Funktion des spätmittelalterlichen Landgerichts, in: Archiv für Hessische Geschichte 60 (2002), 333-369.
  2. Ein nothwendig Stück der Ambassaden. Zur politischen Rationalität des diplomatischen Zeremoniells bei Kurfürst Clemens August, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 205 (2002), 161-200.
  3. Neue Forschungen zur Kriminalitätsgeschichte, in: Zeitschrift für Historische Forschung 33 (2006), 387-415.
  4. Ceremoniale Coloniese. Zur symbolischen Konstitution kurfürstlicher Herrschafts- und reichsstädtischer Autonomieansprüche in Köln, in: Werner Paravicini /Jörg Wettlaufer (Hg.), Der Hof und die Stadt. Konfrontation, Koexistenz und Integration in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Residenzenforschung, 20) Ostfildern 2006, 327-346.
  5. Grenzen setzen: Macht, Raum und Ehre der Reichsstädte, in: Christian Hochmuth / Susanne Rau (Hg.), Machträume der frühneuzeitlichen Stadt (Konflikte und Kultur – Historische Perspektiven, 13), Konstanz 2006, 135-154.
  6. Das diplomatische Zeremoniell der Reichsstädte, oder: Was heißt Stadtfreiheit in der Fürstengesellschaft, in: Historische Zeitschrift 281 (2007), 1-30.
  7. Politische Repräsentation und Rhetorik der Reichsstädte auf dem Reichstag nach 1648, in: Jörg Feuchter / Johannes Helmrath (Hg.), Politische Redekultur in der Vormoderne. Die Oratorik europäischer Parlamente in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Eigene und fremde Welten. Repräsentationen sozialer Ordnungen im Vergleich, 9), Frankfurt 2008, 135-148.
  8. Bürgermeisterbegräbnisse im frühneuzeitlichen Köln. Zu den Bedeutungsebenen eines städtischen Rituals im Wandel (1431–1797), in: Geschichte in Köln 55 (2008), 7-35.
  9. Hinrichtungen als Fortsetzung des vormodernen Strafverfahrens. Die Rituale obrigkeitlichen Tötens am Beispiel englischer Hochverräter in der Frühen Neuzeit, in: Traverse. Zeitschrift für Geschichte / Revue d’histoire 15 (2008), 62-74.
  10. Traditionsverlust: Die Krise der Todesstrafe in England 1750-1868, in: Reiner Schulze (u.a.) (Hg.), Strafzweck und Strafform zwischen religiöser und weltlicher Wertevermittlung (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme. Schriftenreihe des Sonderforschungsbereichs 496, 25), Münster 2008, 233-264.
  11. Zeremoniell in der Zeitung. Periodika des 17. und 18. Jahrhunderts als Medien der ständischen Gesellschaft, in: Helwig Schmidt-Glintzer / Johannes Schneider (Hg.), Kulturen des Wissens im 18. Jahrhundert, Berlin / New York 2008, 309-316.
  12. Politischer Zeichengebrauch im barocken Rheinland. Zeremoniell und Repräsentation bei den Kurfürsten von Köln und den Reichsstädten Köln und Aachen, in: Benedikt Mauer (Hg.), Barocke Herrschaft am Rhein um 1700. Kurfürst Johann Wilhelm II. und seine Zeit (Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv Düsseldorf, 20), Düsseldorf 2009, 37-73.
  13. Edward Cokes Prohibitions del Roy (1608/1656): Die Macht des Rechts als historiografischer Mythos, in: Susanne Rau / Birgit Studt (Hg.), Geschichte schreiben. Ein Quellen- und Studienhandbuch zur Historiographie (ca. 1350-1750), Berlin 2009, 86-97.
  14. Inszenierung und Verfahren auf den Reichstagen der Frühen Neuzeit, in: Gerald Schwedler/ Jörg Peltzer / Paul Töbelmann (Hg.), Politische Versammlungen und ihre Rituale. Repräsentationsformen und Entscheidungsprozesse des Reichs und der Kirche im späten Mittelalter (Mittelalter-Forschungen, 27), Ostfildern 2009, 181-205.
  15. Souveränität als sozialer Status. Zur Funktion des diplomatischen Zeremoniells in der Frühen Neuzeit, in: Jan-Paul Niederkorn / Ralf Kauz / Giorio Rota (Hg.), Diplomatisches Zeremoniell in Europa und dem Mittleren Osten in der Frühen Neuzeit (Archiv für Österreichische Geschichte, 141), Wien 2009, 1-32.
  16. Souveränität ohne Autorität. Zur Verfassungskultur der englischen Republik, in: Werner Daum (Hg.): Kommunikation und Konfliktaustragung. Verfassungskultur als Faktor politischer und gesellschaftlicher Machtverhältnisse (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften, 7), Berlin 2010, 35-76.
  17. Korruption vor Gericht. Die Fälle Francis Bacon (1621), Warren Hastings (1788-95) und der Strukturwandel bei der Bewertung politischer Delinquenz in England, in: Niels Grüne / Simona Slanicka (Hg.), Korruption. Historische Annäherungen an eine Grundfigur politischer Kommunikation, Göttingen 2010, 307-326.
  18. Syndici als Diplomaten in der Frühen Neuzeit. Repräsentation, politischer Zeichengebrauch und Professionalisierung in der reichsstädtischen Außenpolitik, in: Christian Jörg / Michael Jucker (Hg.): Spezialisierung und Professionalisierung. Träger und Foren städtischer Außenpolitik während des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit (Trierer Beiträge zu den historischen Kulturwissenschaften, 1), Wiesbaden 2010, 254-286.
  19. Das Problem des Entscheidens in systematischer und historischer Perspektive, in: Stollberg-Rilinger / Krischer, Herstellung und Darstellung verbindlicher Entscheidungen, 35-64.
  20. Das Verfahren als Rollenspiel? Englische Hochverratsprozesse im 17. und 18. Jahrhundert, in: Stollberg-Rilinger / Krischer, Herstellung und Darstellung verbindlicher Entscheidungen, 211-251.
  21. Politische Rituale im Köln der Renaissance: Reichsstädtische oder höfische Traditionen?, in: Stefan Hoppe / Alexander Markschies / Norbert Nussbaum (Hg.), Städte, Höfe und Kulturtransfer, Regensburg 2010, 258-283.
  22. New Directions in the Study of the Holy Roman Empire – A Cultural Approach, in: Jason David Warren Sabean / Philip Coy / Benjamin Marschke (Hg.), The Holy Roman Empire, Reconsidered (Publications of the German Studies Association, 1), New York 2010, 265-270.
  23. Noble Honour and the Force of Law. Trial by Peers, Aristocracy and Criminal Law in England from the Sixteenth to the Eighteenth Century, in: Jörn Leonhard / Christian Wieland (Hg.), What makes the Nobility Noble? Comparative Perspectives from the Sixteenth to the Twentieth Century (Schriftenreihe der FRIAS School of History, 2), Göttingen 2011, 67-89.
  24. Das Gesandtschaftswesen und das vormoderne Völkerrecht, in: Michael Jucker / Martin Kintzinger / Rainer Christoph Schwinges (Hg.): Rechtsformen internationaler Politik. Theorie, Norm und Praxis vom 12. bis 18. Jahrhundert (Zeitschrift für Historische Forschung, Beiheft 45), Berlin 2011, 197-240.
  25. Rituale und politische Öffentlichkeit in der Alten Stadt, in: Gerd Schwerhoff (Hg.), Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit (Städteforschung, Reihe A, Darstellungen 83), Köln / Weimar / Wien 2011, 125-157.
  26. Politische Kommunikation und Öffentlichkeit in London. Zur Entwicklung einer Großstadt im 17. Jahrhundert aus mediengeschichtlicher Perspektive, in: Irmgard Ch. Becker (Hg.), Die Stadt als Kommunikationsraum. Reden, Schreiben und Schauen in Großstädten des Mittelalters und der Neuzeit (Stadt in der Geschichte, 36), Ostfildern 2011, 55-87.
  27. Verräter, Verschwörer, Terroristen. Juristische Klassifikationen, gesellschaftliche Wahrnehmungen und Visualisierungen von politischer Delinquenz und kollektiver Bedrohung in Großbritannien, 16.–19. Jahrhundert, in: Karl Härter / Beatrice de Graaf (Hg.), Vom Majestätsverbrechen zum Terrorismus: Fallstudien zur politischen Kriminalität und Justiz zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert (Studien zur europäischen Rechtsgeschichte, 268), Frankfurt a.M. 2012, 103-160.
  28. Sociological and Cultural Approaches to Pre-Modern Decision Making, in: Marie-Joséphine Welings / Fabian Schulz (Hg.), Débates Antiques (Travaux de la Maison René-Ginouvés), Nanterre 2012, 129-164.
  29. Strafpredigten: Eine Fallstudie zur Differenzierung von Recht und Religion in England, 1600–1800, in: Karl Gabriel / Christel Gärtner / Detlef Pollack (Hg.), Umstrittene Säkularisierung: Soziologische und historische Analysen zur Differenzierung von Religion und Politik, Berlin 2012, 252-279.
  30. The Religious Discourse on Criminal Law in England, 1600–1800: From a Theology of Trial to a Theology of Punishment, in: Volker Depkat / Jürgen Martschukat (), Religion and Politics in Europe and the United States: Transnational Historical Approaches, Washington / Baltimore 2012, 85-99.
  31. Reichsstädte und Reichstag im 18. Jahrhundert. Überlegungen zu Reichspolitik und Politik im Alten Reich anhand Bremer und Hamburger Praktiken , in: zeitenblicke 11, Nr. 2, [30.01.2013], URL: http://www.zeitenblicke.de/2012/2/Krischer/index_html [05.07.2018].
  32. Zeremonialschreiben in den reichsstädtischen Außenbeziehungen, in: Mark Hengerer (Hg.), Abwesenheit beobachten. Zu Kommunikation auf Distanz in der Frühen Neuzeit (Vita curialis. Form und Wandel höfischer Herrschaft, 4), Münster 2013, 95-110.
  33. Aufruhr als Hochverrat? Drei Londoner Riots vor Gericht (1668, 1710, 1780), in: Angela De Benedictis / Karl Härter (Hg.): Revolten und politische Verbrechen zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert (Studien zur europäischen Rechtsgeschichte, 285), Frankfurt a. M. 2013, 381-414.
  34. Der „erlaubte Konflikt“ im Gerichtsverfahren. Zur Ausdifferenzierung eines Interaktionssystems in der englischen Frühneuzeit, in: Zeitschrift für Soziologie, Beiheft 2014, 201-225.
  35. Förmlichkeit und Geselligkeit im englischen Flottenamt 1663-1666 – konkurrierende Normen? Zugleich ein Beitrag über Organisationsbildung in der Frühen Neuzeit, in: Arne Karsten / Hillard von Thiessen (Hg.): Normenkonkurrenz in historischer Perspektive (Zeitschrift für historische Forschung, Beiheft 50), Berlin 2015, 101-120.
  36. Das Gericht als Entscheidungsgenerator. Ein englischer Hochverratsprozess von 1722, in: Arndt Brendecke (Hg.), Praktiken der Frühen Neuzeit. Akteure, Handlungen, Artefakte (= Frühneuzeit-Impulse, 3), Köln / Weimar / Wien 2015, 646-657.
  37. This present crisis. Zur Semantik der Krise in der politischen Publizistik Großbritanniens im 18. Jahrhundert, in: Rudolf Schlögl / Philip R. Hoffmann-Rehnitz / Eva Wiebel (): Die Krise in der Frühen Neuzeit (Historische Semantik, 26), Göttingen 2016, 371-394.
  38. Gevatter Stadt. Patenschaften als politische Praxis in den reichsstädtischen Außenbeziehungen, in: Thomas Lau / Helge Wittmann (Hg.), Kaiser, Reich und Reichsstadt in der Interaktion (Studien zur Reichsstadtgeschichte, 3), Petersberg 2016, 235-252.
  39. Geschichtswissenschaft, in: Michael Kühler / Markus Rüther (Hg.), Handbuch Handlungstheorie. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven. Stuttgart 2016, 409-414.
  40. Vormoderne Städte und ihre Religionskonflikte – eine Rückschau, in: Thomas Lau / Helge Wittmann (Hg.), Reichsstadt im Religionskonflikt (Studien zur Reichsstadtgeschichte 4), Petersberg 2017, 383-388.
  41. Die Konfessionalisierung des englischen Strafrechts, in: Martin Schulte (Hg.), Politik, Recht und Religion (Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte, 88), Berlin 2017, 67-81.
  42. Legitimation durch Verfahren in der Zeitung. Machtstützende Effekte von Prozessberichterstattung in England im frühen 18. Jahrhundert, in: Bernd Klesmann / Christine Vogel / Patrick Schmidt (Hg.): Jenseits der Haupt- und Staatsaktionen. Neue Perspektiven auf historische Periodika, Bremen 2017, 35-48.
  43. Reichsstädtische Außenbeziehungen in der Frühen Neuzeit: Patronage, Zeremoniell, Korrespondenz, in: Julia A. Schmidt-Funke / Matthias Schnettger (Hg.): Neue Stadtgeschichte(n). Die Reichsstadt Frankfurt im Vergleich (Mainzer Historische Kulturwissenschaften), Bielefeld 2017, 384-414.
  44. Die Co-Produzenten der Entscheidungen. Materielle Ressourcen in englischen Gerichtsprozessen des 18. Jahrhunderts, in: Ulrich Pfister (Hg.), Kulturen des Entscheidens. Narrative – Praktiken – Ressourcen (Kulturen des Entscheidens, 1), Göttingen 2018, 142-167.
  45. Entscheiden als Problem der Geschichtswissenschaft, in: Zeitschrift für Historische Forschung 45 (2018), 217-281 (zus. mit Philip Hoffmann-Rehnitz und Matthias Pohlig).
  46. Diplomacy in a Global Early Modernity: The Ambiguity of Sovereignty, in: The International History Review 32 (2018), 1-8 (zus. mit Hillard von Thiessen).
  47. Von Judas bis zum Unwort des Jahres 2016: Verrat als Deutungsmuster und seine Deutungsrahmen im Wandel. Eine Einleitung, in: André Krischer (Hrsg.), Verräter. Geschichte eines Deutungsmusters, Köln / Weimar / Wien 2018, 7-43.
  48. ›Papisten‹ als Verräter. Gewaltimaginationen und Antikatholizismus im frühneuzeitlichen England, in: André Krischer (Hrsg.), Verräter. Geschichte eines Deutungsmusters, Köln / Weimar / Wien 2018, 175-193.
  49. Der Gerichtsprozess als Prozess des Entscheidens. Ein Betrugsfall vor dem englischen Kanzleigericht um 1750. Working Paper des SFB 1150 “Kulturen des Entscheidens” (WWU Münster), DOI: 10.13140/RG.2.2.21441.81762/1 .
  50. Ritual Practice and Textual Representations: Free Imperial Cities in the Society of Princes, in: Tracey Sowerby / Joanna Craigwood (Hg.), Diplomacy and literary production, Oxford 2018, 220-237.
  51. Eine Sakralisierung des Leidens für Freiheit und Nation? „Märtyrer“ als Deutungsmuster bei der irischen Unabhängigkeitsbewegung im 19. Jahrhundert, in: Liliya Berezhnaya (Hg.), Die Militarisierung der Heiligen in Vormoderne und Moderne, Berlin 2020, 205-229.
  52. Der versuchte Anschlag auf Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen im Februar 1673. Politische Kriminalität im Zeitalter Ludwigs XIV.?, in: Höllische Ingenieure. Attentate und Verschwörungen, ca. 1300-1900, hg. v.Tilman Haug u. André Krischer (Konflikte und Kultur, 33), Konstanz 2021, 95-119.
  53. Informationen über Verschwörungen? Entscheiden in Fragen der ‚Inneren Sicherheit‘ im britischen Parlament (1811-1819) (zusammen mit Matthias Friedmann), in: Höllische Ingenieure. Attentate und Verschwörungen, ca. 1300-1900, hg. v.Tilman Haug u. André Krischer (Konflikte und Kultur, 33), Konstanz 2021, 217-232.
  54. Rang, Status, Ritual – überlebte Kategorien im 18. Jahrhundert?, in: Andreas Pečar / Thomas Biskup (Hg.), „Rise and Fall“? Normwandel in der Bemessung dynastischen und staatlichen „Erfolgs“ im „Zeitalter der Aufklärung“, Berlin 2021, 17-44.
  55. Einleitung (zus. mit Barbara Stollberg-Rilinger), in: Tyrannen. Eine Geschichte von Caligula bis Putin, hrsg. v.  André Krischer / Barbara Stollberg-Rilinger, München 2. Aufl. 2022, 9-22.
  56. Richard III., König von England – ein Tyrann, wie er im Buche steht?, in: Tyrannen. Eine Geschichte von Caligula bis Putin, hrsg. v.  André Krischer / Barbara Stollberg-Rilinger, München 2. Aufl. 2022, 77-90.
  57. The subjectification of the nineteenth-century maritime spectator: Shipboard diaries as maritime history (zusammen mit Felicity Jensz; Eeva Langeveld; Henrike Steltner), in: International journal of maritime history 2022 (34), 597-613.
  58. Teuflische Meetings, in: Zeitschrift für Ideengeschichte 2022 (16),18-28 (Volltext)
  59. Vertragsbruch und Schikane: Konflikte als Medien interkultureller Diplomatie in den anglo-marokkanischen Beziehungen des späten 18. Jahrhunderts, in: Saeculum 72/2 (2022), 261-291 (Krischer_Vertragsbruch).
  60. Einleitung, in: Zwischen Gottesstrafe und Verschwörungstheorien. Deutungs-konkurrenzen bei Epidemien von der Antike bis zur Gegenwart (Religion und Moderne, 11), hg. mit Marcel Bubert, Frankfurt am Main 2023, 7-38 (mit M. Bubert).
  61. Vom Seuchenschutz zur Willkürherrschaft? Deutungskämpfe über die Pestgefahr von 1720 in England, in: Zwischen Gottesstrafe und Verschwörungstheorien. Deutungs-konkurrenzen bei Epidemien von der Antike bis zur Gegenwart (Religion und Moderne, 11), hg. mit Marcel Bubert, Frankfurt am Main 2023, 330-364.

Im Druck befindlich

  1. Das „politische Martyrium“ um 1800: Konstruktionen, Traditionen und Aneignungen am Beispiel der Scottish Political Martyrs, in: Johannes Hahn (Hg.), Oppositionelle Märtyrer. Konstruktion und Instrumentalisierung von Märtyrern von der Antike bis ins 20. Jahrhundert, Münster 2024.
  2. Märtyrer. Konstruktionen eines Phänomens, hrsg. mit Johannes Hahn / Michael Grünbart, München 2025.
  3. Wie das Gericht entscheidet. Ein Beispiel aus der Praxis des englischen Court of Chancery in der Mitte des 18. Jahrhunderts, in: Urteiler, Richter, Spruchkörper. Entscheidungsfindung und Entscheidungsmechanismen in der Europäischen Rechtskultur, hrsg. v. Anja Amend-Traut/Ignacio Czeguhn/Peter Oestmann, Köln u.a 2021a, 387-311.
  4. Randnotizen – oder: Wie am englischen Kanzleigericht Entscheidungen hergestellt wurden. Eine kleine Fallstudie zu den Grenzen der Hermeneutik in der Rechtsgeschichte, in: Hermeneutik unter Verdacht, hrsg. v. Andreas Kablitz, Christoph Markschies und Peter Strohschneider, Berlin 2021.
  5. Schikane und Vertragsbruch: Konflikte als Medien interkultureller Diplomatie in den anglo-marokkanischen Beziehungen des späten 18. Jahrhunderts, erscheint in: Saeculum 2022.

 

  1. Kleinere Publikationen
  2. Unbezahlte zeremonielle Arbeit, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 195 (2008), 45.
  3. Der Verrat im 21. Jahrhundert, in: Frankfurter Rundschau 214 (2013), 10.
  4. Der Beginn der „Troubles“, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (08/2014), 10-13.
  5. Der Siegeszug der „New Model Army“, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (02/2015), 28-34.
  6. Der „Parkplatz-König“ (Richard III), in: Damals. Das Magazin für Geschichte (06/2016), 40-44.
  7. Ausgebeutet im Namen der Moral. Magdalenenheime in Irland, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (9/2016), 7.
  8. Es geschah vor 30 Jahren: Massenpanik im Hillsborough-Stadion, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (04/2019), 10ff.
  9. Die Fans traf keine Schuld – Massenpanik im Hillsborough-Stadion, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (04/2019).
  10. Britisch-Indien. Geschundener Subkontinent, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (03/2020).
  11. Willkürherrschaft und Strafe Gottes: Wie eine Epidemie schon einmal zu Verschwörungstheorien und religiösen Bestrafungsphantasien führte, in: Religion und Verschwörungstheorien in Zeiten der Corona-Epidemie, Dossier des Exzellenzclusters Religion und Politik, WWU Münster 2020, URL: https://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/schwerpunkte/epidemien/02_thema_verschwoerung.html
  12. Pestangst und Quarantäne in London 1720, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (12/2020).
  13. Die Jakobiten. Die Schattenarmee der Stuarts, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (01/2021).
  14. Schottlands Highlands. Die Welt der Clans, in: Damals. Das Magazin für Geschichte (01/2021).